Posts mit dem Label TV werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label TV werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 16. September 2010

Vero will's wissen: Was hat es eigentlich mit der Domainendung .tv auf sich?

Heute eröffne ich die neue Rubrik "Vero will's wissen", in der ich mir selbst Antworten auf Fragen gebe, die sich mir dann und wann in meinem bunten Alltag stellen, weil man ja bekanntlich nie auslernt und ich euch so gleich noch an meinem neuen Wissen beteiligen kann, was dann ja wiederum auch für euch förderlich wäre, die ihr dieses Wissen ebenfalls weitergeben könnt - kurz gesagt: Ich mache das hier nicht nur für mich, sondern für das Wohl der gesamten Menschheit. Auf dass sie grenzenlos gescheit und gebildet werde! Törööö!

In der ersten Folge von "Vero will's wissen" beschäftige ich mich mit der simplen Frage:
Was hat es eigentlich mit der Domainendung .tv auf sich?
Die Antwort lautet (Stan und Wikipedia sei Dank!): Der Inselstaat Tuvalu (östlich von Papua-Neuguinea* und nördlich von Neuseeland im Stillen Ozean gelegen) ist aus den Ellice Islands hervorgegangen und seit 1978 unabhängig. Sein Name bedeutet "Acht zusammen-gehörende". Er besteht aber tatsächlich aus neun Inseln. Die südlichste von ihnen war bis 1949 unbewohnt, weshalb sie bis dahin keinen eigenen Inselrat hatte und bei der Namensgebung des Inselzusammenschlusses nicht berücksichtigt wurde. Man diskutiert aber neuerdings immer wieder, Tuvalu in Tuiva (wobei "iva" für "neun" steht) umzubenennen.
Die Domainendung .tv gehört also zu Tuvalu. Sie wird vom kalifornischen Unternehmen VeriSign bzw. deren Tochter DotTV vertrieben und weltweit als Television-Kürzel vermarktet. DotTV gehört zu 20% dem Staat Tuvalu und bringt diesem seit dem Jahr 2000 vierteljährlich eine Million US$ ein. Tuvalus Regierung hat davon die Aufnahmegebühr für die Vereinten Nationen bezahlt und das restliche Geld in IT-Infrastruktur für die wichtigsten staatlichen Einrichtungen gesteckt.

*Papua-Neuguinea ist der östliche Teil der großen Insel Neuguinea (um genau zu sein, die zweitgrößte der Erde nach Grönland), der westliche Teil gehört zu Indonesien.

Montag, 26. Juli 2010

Fallen gelassen und gelassen fallen

Ich wusste, dass dieser Moment kommen würde; ich hatte ihn nur nicht ganz so schnell und ganz so gnadenlos erwartet. Morgens noch überschwänglich zur Begrüßung umarmt werden und abends knallhart ins Gesicht gesagt bekommen, dass der Hungerlohn, den man bekommt, für die Firma nicht (mehr) tragbar ist. Es ist eben billiger, die Arbeit von einem unbezahlten Praktikanten erledigen zu lassen. Danke, Bacchus Films! "We are family" adé! Immerhin bleibt mir auf diese Weise ein schwerer Gewissenskonflikt erspart; und mehr Geld gibt's obendrein - vom Amt. Es lebe die soziale Marktwirtschaft!

Freitag, 8. Januar 2010

Verspäteter Neujahrspost

Das Jahr ist schon wieder über eine Woche alt, und die Weihnachtsdeko verschwindet langsam aus den Straßen. Dafür sieht man jetzt überall Hinweise auf Kostümverkäufe, und in den Drogerien stehen große Regale mit bunten Schminkfarben - die Stadt ist wieder in den Händen der Jekken!
Ja, wie die meisten hier schon mitbekommen haben, bin ich immer noch in Köln und arbeite immer noch (gänzlich unbezahlt, wie's sich gehört) beim Fernsehen. Das, was wir fürs Fernsehen produzieren, ist (zum Glück) nicht totales Unterschichten-TV, aber (leider) auch nicht megaanspruchsvoll. Die meisten Beiträge, die wir verkaufen (naja... was heißt hier "wir"... wohl eher "die"), sind Krawall- und Remmidemmi-Themen. Momentan ganz besonders gefragt sind Internet-Abzocken! Auf diesem Gebiet recherchiere ich gerade sehr intensiv, und ich muss sagen, es ist echt unglaublich, was sich professionelle Internetbetrüger so einfallen lassen, um Unwissende gnadenlos zu schröpfen. In vielen Fällen kann man nicht mal gerichtlich gegen die Übeltäter vorgehen, weil sie in rechtlichen Grauzonen operieren oder irgendwo im Ausland sitzen. Aber wenn ich mir von den Geschädigten erzählen lasse, wie sie von den entsprechenden Firmen abgezockt wurden, dann stellt sich mir im Nachhinein immer wieder EINE Frage: Was zur Hölle ist in der Erziehung dieser Internetbetrüger schief gelaufen, dass sie in dem Wissen, unschuldige Menschen ihres Geldes und teilweise sogar ihrer Existenz zu berauben, nachts noch ruhig schlafen können? Wie kann man SO werden? So abgrundtief böse? Ich verstehe das einfach nicht! Und ich bezweifle, dass ich es je verstehen werde.
In diesem Sinne: Prost! Auf das Gute im Menschen! Und auf ein GUTES 2010!

Montag, 19. Oktober 2009

Liebeserklärung an einen Superhelden

Aus gegebenem Anlass, nämlich dem Erscheinen von "Astro Boy: The Video Game" (ab morgen offiziell im Handel für Playstation, Nintendo DS, Wii usw.), möchte ich mich nun endlich einmal zu meinem Lieblingscomichelden Astro Boy äußern: Für alle, die Astro Boy nicht kennen - das ist so ein kleiner "vermenschlichter" Roboter, der in einem futuristischen Japan lebt und die Welt vor den Bösen und Ungerechten schützt.
Es gibt wirklich keinen Comic, der mich je so fasziniert hat, weil es zum einen Liebe auf den ersten Blick war (der Kleine sieht einfach zuuuuu knuddelig aus - auch wenn er mir in den neuen Filmen und im Videospiel nicht so gut gefällt wie in den Comics und der TV-Serie!) und ich zum anderen jedes Mal, wenn ich eins der unzähligen Astro Boy-Abenteuer lese, das Gefühl habe, mit meinem Wunsch nach einer friedlicheren und gerechteren Welt nicht mehr alleine zu sein. Dazu kommt, dass Astro Boy trotz seiner Superkräfte und Heldentaten nicht arrogant oder unnahbar wirkt. Im Gegenteil - er ist immer freundlich und hört nicht auf, an das Gute im Menschen zu glauben, obwohl er tagtäglich eines Besseren (bzw. in diesem Fall eher eines Schlechteren) belehrt wird.
Ich tue mich normalerweise sehr schwer damit, jemanden als "Idol" oder "Held" zu bezeichnen und mich hundertprozentig mit etwas zu identifizieren, auf das ich keinen Einfluss habe bzw. das völlig unabhängig von mir existiert, aber bei Astro Boy stimmt wirklich alles. Diesen kleinen Roboterjungen muss man einfach gern haben!


Freitag, 5. Dezember 2008

Heute vor 10 Jahren...

...habe ich zum allerersten Mal in meinem Leben Sinterklaas gefeiert. Der niederländischen Tradition nach reist Sinterklaas mit seinen Helferlein, den "Schwarzen Petern" (Zwarte Pieten) jedes Jahr mit einem Dampfschiff aus Spanien an. Sein Eintreffen wird immer im November - am ersten Samstag nach dem Martinstag (Sint Maarten, 11.11.) - live im niederländischen Fernsehen übertragen. Jedes Jahr kommt Sinterklaas an einem anderen Ort an. Vor 10 Jahren war das das Städtchen Wijk bij Duurstede im Süden der Provinz Utrecht. Dieses Jahr wurde Almere (Flevoland) als Ankunftsort ausgewählt.
Das Sinterklaasfest ähnelt unserem Heiligabend, nur dass in den Niederlanden der Sinterklaas die Geschenke bringt und nicht der Weihnachtsmann. Normalerweise findet etwa zwei bis drei Wochen vorher das "Lose ziehen" (lootjes trekken) statt, das wie unser Wichteln funktioniert. Das Besondere daran ist allerdings, dass man sein Geschenk besonders kreativ verpacken und sich dazu noch ein passendes Gedicht ausdenken muss, das bei der Geschenkübergabe verlesen wird.
In meiner Gastfamilie kamen die kreativsten Geschenke von meiner Gastmutter (sie hatte eine Packung Hagelslag für meinen Gastbruder nach seinem Vorbild verziert, d.h. mit langen Haaren, einer Brille usw.) und von meinem Gastbruder, der meinem Gastvater (Hobbyfotograf und Vorsitzender des Schulfotoklubs) einen Riesen-Fotoapparat mit Blitzlichtern aus Buchstabenschokolade (die zusammen seinen Namen - Gerrit - ergaben) gebastelt hatte. Buchstabenschokolade gehört zum Sinterklaasfest wie der Adventskranz zum Weihnachtsfest: Jeder bekommt eine große Tafel mit dem Anfangsbuchstaben seines Vornamens geschenkt.
Ich habe vor Kurzem mal in meinem Fotoalbum geblättert und daraufhin diese kleine Sinterklaas-Collage zusammengestellt. Kaum zu fassen, dass das alles wirklich schon 10 Jahre her ist...

(Zum Vergrößern aufs Foto klicken!)

Samstag, 8. November 2008

Das war Unterhaltung in den 90ern: Kentucky schreit Ficken

Ich mache jetzt mal diese Rubrik auf: "Das war Unterhaltung in den 90ern". Ich selbst besitze ja keinen Fernseher mehr (selber habe ich auch nie einen besessen, aber bei Mutti gab's natürlich einen). Manchmal schaue ich ein bisschen fern, wenn ich bei Freunden zu Gast bin, und dann wird mir jedesmal wieder schlagartig bewusst, warum ich keinen Fernseher zu Hause habe - er ist überflüssig, weil das Fernsehprogramm unerträglich ist (bis auf wenige Ausnahmen natürlich). Mir ist es jedenfalls egal, ob Sarah & Marc nun heiraten oder sich scheiden lassen, ob der Schnuller von Giovannis & Jana-Inas Baby von Gucci oder Armani ist und wer Deutschlands nächstes One-Hit-Wonder wird. Selbst Comedy ist nicht mehr das, was es mal war. Zu meinen Fernsehzeiten gab es noch RTL Samstag Nacht mit Wigald und Olli, natürlich jedesmal mit einer neuen Folge von "Kentucky schreit Ficken". Das war wenigstens kreativ-versauter Blödsinn, nicht so'n Schwachmatengesabbel wie das von Mittermeier & Co.

Joa, und aus Nostalgiegründen bzw. zur allgemeinen Erheiterung gibt's jetzt eine Szene aus "Kentucky schreit Ficken":

Hallo!
Hallo Sie!
Wollen sie einen Pomcuter gewinnen?
Mit 30 Watt Baktiv-Oxen und Dradel-Nucker?
Aktionswochen bei "Kentucky schreit Ficken"!

Stefan: Hallo und herzlich willkommen bei "Kentucky schreit Ficken", dem Restaurant in dem man gerne mal... sag mal wo willst DU denn hin?
Tanja: Zum Bäcker, frische Krötchen baufen.
Stefan: Frische Krötchen baufen? Warum denn? Wir haben doch noch jede Menge Kot im Brühlschrank!
Tanja: Aber das war schlötzlich pimmelig.
Stefan: Schlötzlich pimmelig? Na dann aber los, sonst werd' ich aber bächtig möse, aber bächtig!
Kommen wir nun zu unserer Aktionswoche!
Sie können einen Pomcuter gewinnen, einen schnächtig mellen Rechner, mit einer großen Pestflatte!
Ja, SIE oder SIE! Oder vielleicht sogar SIE!?
Na, dürfte ich Sie vielleicht mal hier an die Bheke titten?
Olli: Aber gern!
Stefan: Ich werde Ihnen jetzt eine Strage fellen: Wozu braucht man am Computer ein Maxfodem?
Olli: Zum Schaxe ficken?
Stefan: Richtig! Woher haben sie das gewusst?
Olli: Ja, ich habe nämlich ein riesiges WC-Pissen!
Stefan: Ein riesiges WC-Pissen! Na das hat er ja mal wieder gefickt eingeschädelt!

Sonntag, 18. Mai 2008

Wilde Theorien III: Einige Gedanken zum Thema "Verbissenheit"

Verbissenheit ist eine Eigenschaft, die bei mir negative Assoziatio- nen weckt: sie steht (meiner Ansicht nach) Begriffen wie Rücksichtslosigkeit, Sturheit und Besessenheit näher als eher positiv konnotierten Eigenschaften wie Zielstrebigkeit, Entschlossenheit und Konsequenz. Ich habe mich gefragt, warum Menschen verbissen sind, und wie sich Verbissenheit (sicherlich nicht in allen, aber doch verhältnismäßig vielen Fällen) auswirkt, und ich habe folgende Theorie aufgestellt: Verbissene Menschen sind meist solche, die sich Ziele stecken, die über ihre natürlich gegebenen Fähigkeiten weit hinausgehen. Deswegen meine Vermutung: Wer verbissen ist, kommt zwar oft sehr weit und mit Sicherheit wesentlich weiter als z.B. faule Menschen, aber dennoch wird der Verbissene sein Ziel nie ganz erreichen. Das sieht man gerade sehr schön in zwei der beliebtesten deutschen Casting-Shows "Deutschland sucht den Superstar" und "Germany's Next Topmodel".
Bei DSDS standen sich zwei Kandidaten gegenüber, von denen man (wenn man das Ganze mal schwarzweiß gemalt betrachtet) behaupten könnte, der eine (Fady Maalouf) war verbissen und wollte diesen Sieg wie nichts anderes auf der Welt, während der andere (Thomas Godoj) den Satz "Ich will hier gewinnen" nicht ein einziges Mal über die Lippen brachte. Er wirkte insgesamt gelassener, war also das Gegenteil von "verbissen". Fady hat es sehr weit geschafft (bis ins Finale), aber gewonnen hat der Gelassenere (und möglicherweise auch talentiertere) von beiden, und das ist der springende Punkt: Wer untalentiert oder nur mittelmäßig talentiert ist, kommt nur mit Verbissenheit überhaupt so weit, scheitert aber letzten Endes auf der Zielgeraden. Ähnliches ist bei GNTM zu beobachten: Es gibt dort eine äußerst verbissene Teilnehmerin: Caro. Sie ist jetzt in den Top 5 angelangt, d.h. sie ist extrem weit gekommen, aber ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass sie die Show nicht gewinnen wird, denn sie ist nur mittelmäßig talentiert und hat es bisher nur durch ihre Verbissenheit überhaupt so weit geschafft.
Was ich mit all dem sagen will, ist, dass, wer mit den besseren Merkmalen ausgestattet ist, die notwendig sind, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen (z.B. ein angehender Dolmetscher, der sehr gute Sprachkenntnisse hat und seinen Abschluss mit 1 machen möchte), sein Ziel auch ohne verbissen zu sein erreicht. Der Dolmetscher, der nur mittelmäßige Fremdsprachenkenntnisse hat, sich aber irre reinkniet, wird zwar besser abschneiden als seine Sprachkenntnisse es ihm eigentlich bescheinigen, aber ein 1er-Kandidat wird er wahrscheinlich dennoch nicht werden. Ich persönlich glaube, dass Verbissenheit eine Eigenschaft ist, die man nur entwickelt, wenn man auf einem Gebiet, auf dem man nicht besonders gut ist, exzellent sein will. In diesem Fall hilft nur eins: die Einsicht, dass dieses Ziel nicht den eigenen Fähigkeiten entspricht und sich Ziele zu stecken, die man auch tatsächlich erreichen kann. Aber Selbstüberschätzung ist leider eine schlimme Volkskrankheit...

PS: Damit möchte ich auf keinen Fall sagen, dass es schlecht ist, für seine Ziele zu kämpfen (und ruhig auch mal erbittert), aber man sollte sich eben vorher kritisch selbst befragen, ob man die Fähigkeiten hat, das gesteckte Ziel zu erreichen bzw. ob es nicht sinnvoller ist, sich ein angemessenes Ziel zu stecken.