Die authentischsten Reime entstehen manchmal an einem Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit, denn dort begegnete ich heute erst einem Klärauto, dann einem Teerauto und zum Schluss noch einem Kehrauto. What a poetic monday!
Montag, 17. September 2012
Alltagspoesie
Eingestellt von
Vero
um
09:10
0
Kommentare
Labels: Arbeitsangelegenheiten, Deutsch, Erheiternde Erlebnisse, Groteske Gedankengänge, Komische Kunst, Kreativer Käse, Literatur
Sonntag, 9. Oktober 2011
Herbst im Herzen
Herbst im Herzen
Parks sind leer,
die Sonne wärmt nicht mehr.
Ein kalter Hauch,
spürst du ihn auch?
Vorhänge dicht,
dahinter brennt Licht.
Regendurchnässt
hältst du mich fest,
nebelumhüllt
stehen wir still,
warten auf Wärme
in weiter Ferne.
Eingestellt von
Vero
um
12:04
1 Kommentare
Labels: Deutsch, Generelles Gejammer, Kreativer Käse, Literatur, Natur, Wetter
Montag, 28. März 2011
Kultursüchtig?!
Eingestellt von
Vero
um
23:54
1 Kommentare
Labels: Freizeit, Gehirn, Generelles Gejammer, Glücksgefühle, Literatur, Musik
Sonntag, 20. März 2011
Wie wertvoll ist ein wohlgeformtes Wort?
Oder sollte ich besser fragen: Wie wirtschaftlich? Denn dass ein korrekt geschriebenes Wort oder gar ein ganzer in gutem Deutsch geschriebener Satz so viel schöner, sinnvoller und vor allem verständlicher ist als solche, die vor Fehlern nur so wimmeln, sollte doch eigentlich jedem halbwegs intelligenten Menschen klar sein, oder? Wer fehlerhafte Texte schreibt und sich dann auch noch die Blöße gibt, sie unkorrigiert zu veröffentlichen, hinterlässt bei seiner Leserschaft nicht nur (teilweises) Unverständnis, sondern auch Wut, das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, nicht wichtig zu sein. Ein schlecht geschriebener Text beleidigt nicht nur dessen Inhalt, sondern vor allem dessen Leser.
Ich würde mich nicht als jemanden bezeichnen, der schnell eingeschnappt oder generell nachtragend ist, aber in letzter Zeit fühle auch ich mich häufig beleidigt. Das fängt an, wenn ich die Speisekarte im Café um die Ecke lese und mich zwischen Latte Macciato, Ruccola-Salat mit Creme freche und Cornet Beff entscheiden muss. Früher wurden Speisekarten noch von einem Schriftsetzer bearbeitet, der über eine fachmännische Ausbildung verfügte, die auch die korrekte Beherrschung der deutschen Rechtschreibung und Grammatik beinhaltete. Heute kann nicht nur jeder Wirt werden, es kann auch jeder Speisekarten schreiben und drucken. Das allein wäre ja nicht schlimm - wenn jene Wirte in der Lage wären, den Duden zu benutzen. Wozu werden Fremdwörter wie Latte Macchiato, Rucola, Crème fraîche oder Corned Beef überhaupt in den Duden übernommen, wenn sich eh niemand dafür interessiert, wie sie richtig geschrieben (geschweige denn ausgesprochen) werden? Ich für meinen Teil bin jedenfalls zum ersten Mal an diesem Tag beleidigt. Die zweite Beleidigung folgt auf dem Fuße - in der U-Bahn wird für allerlei Dinge geworben, in den U-Bahn-Stationen selbst auf großen Plakaten, und überall lauern Rechtschreibfehler, Kommafehler, Tippfehler. Es scheint, als verfolgten sie mich den ganzen Tag, wohin ich auch gehe und was ich auch lese - sei es in der Zeitung, in E-Mails von Vorgesetzten, selbst in deren Signaturen, in Arbeitsverträgen, Romanen, Museen, Untertiteln von Filmen, auf Amtsvordrucken und in Webforen sowieso. Sie sind hässlich, und sie beleidigen mich.
Am beleidigendsten sind jedoch fehlerhafte Texte sogenannter Texter, d.h. Menschen, deren Beruf es ist, Texte zu schreiben. Wie kann man sich Texter nennen, wenn man nicht weiß, dass es "mit einem wohlgeformten Wort" und nicht "mit einem wohlgeformtem Wort" heißt? Wie kann man sich Texter nennen, wenn man zu stolz oder faul oder was-weiß-ich-nicht ist, um seine eigenen Texte Korrektur lesen zu lassen - und zwar von jemandem, der den Titel "Texter" verdient hat? Warum muss ich mich regelmäßig vor irgendwelchen Möchtgern-Textern, die meine Texte Korrektur lesen, dafür rechtfertigen, dass ich ein Komma richtig setze, nur weil die der Meinung sind, da gehört keins hin? Wozu gibt es verdammt noch mal den Duden und die Deutsche Grammatik? Warum wird die Word Rechtschreibhilfe konsequent ignoriert? Warum muss man keine Rechtschreibprüfung ablegen, bevor man Germanistik studiert oder sich Texter nennen darf? Warum will niemand mehr in diesem Land Geld für gutes Deutsch und gute Korrektoren ausgeben? Warum gibt es keine Rechtschreibpolizei, die Bußgeldbescheide für fehlerhafte Rechtschreibung verteilt? Die Staatskasse wäre im Nu gefüllt und ich endlich nicht mehr beleidigt.
Eingestellt von
Vero
um
18:41
4
Kommentare
Labels: Deutsch, Deutschland, Generelles Gejammer, Internet, Literatur, Niederlande, Volksverdummung, Wünsche
Mittwoch, 22. September 2010
Weise Worte eines Zwanzigjährigen...
Es waren immer die kleinen Dinge, die Aufschluß gaben, nie die großen. Die großen lagen zu nahe der dramatischen Geste und der Verführung der Lüge.
Montag, 19. Oktober 2009
Liebeserklärung an einen Superhelden
Es gibt wirklich keinen Comic, der mich je so fasziniert hat, weil es zum einen Liebe auf den ersten Blick war (der Kleine sieht einfach zuuuuu knuddelig aus - auch wenn er mir in den neuen Filmen und im Videospiel nicht so gut gefällt wie in den Comics und der TV-Serie!) und ich zum anderen jedes Mal, wenn ich eins der unzähligen Astro Boy-Abenteuer lese, das Gefühl habe, mit meinem Wunsch nach einer friedlicheren und gerechteren Welt nicht mehr alleine zu sein. Dazu kommt, dass Astro Boy trotz seiner Superkräfte und Heldentaten nicht arrogant oder unnahbar wirkt. Im Gegenteil - er ist immer freundlich und hört nicht auf, an das Gute im Menschen zu glauben, obwohl er tagtäglich eines Besseren (bzw. in diesem Fall eher eines Schlechteren) belehrt wird.
Ich tue mich normalerweise sehr schwer damit, jemanden als "Idol" oder "Held" zu bezeichnen und mich hundertprozentig mit etwas zu identifizieren, auf das ich keinen Einfluss habe bzw. das völlig unabhängig von mir existiert, aber bei Astro Boy stimmt wirklich alles. Diesen kleinen Roboterjungen muss man einfach gern haben!
Eingestellt von
Vero
um
22:14
0
Kommentare
Dienstag, 31. März 2009
Aus meiner Gedichtetruhe - Untitled
Regenzeit.
Wo komm ich her?
Bin ich bereit?
Dunkle Schatten,
Mauern der Angst.
Soll ich gestatten
was du verlangst?
Graue Facette,
Flügel gebrochen,
ich wünschte ich hätte
dich nie getroffen.
Eingestellt von
Vero
um
20:30
1 Kommentare
Labels: Kreativer Käse, Literatur
Dienstag, 20. Januar 2009
(Pseudo-)Konstanten
Ja, wahrscheinlich bin ich einfach nur in den Gedanken verliebt, eine gewisse Konstanz in meinem Leben zu wahren... und wenn diese Konstanz nur daraus besteht, dass 1+1 zwei ist und das immer so bleiben wird... Meine (neue) Vorliebe für die konkreten Wissenschaften ist also vermutlich einfach nur eine Abstraktion meiner (neuen) Vorliebe für Konstanz - wobei die Konstanten, die ich meine, in Wirklichkeit natürlich keine Konstanten sind. Und dennoch wirken sie irgendwie beruhigend...
Okay, jetzt bin ich hier schon wieder philosophisch geworden. Das viele Lernen für meine allerletzte Prüfung regt anscheinend den Geist an, hehe. Eine gewisse Affinität zu den Geisteswissenschaften scheint bei mir also doch noch vorhanden zu sein...
Eingestellt von
Vero
um
17:04
0
Kommentare
Labels: Freunde, Glücksgefühle, Literatur, Musik, Nostalgie, Uni
Freitag, 11. April 2008
Immer schön positiv denken!
Einsamkeit = Selbsterfahrung
Falten = Lebenserfahrung
Fehler = Chance
Kritik = Verbesserung
Makel = Persönlichkeitsmerkmal
Problem = Herausforderung
Selbstkritik = Mut
Trauer = Gefühle
unvollkommen = besonders
Veränderung = Weiterentwicklung
Verletzlichkeit = Offenheit
Versagen = Neuanfang
(geklaut von DM: Lexikon des Selbstbewusstseins)
Eingestellt von
Vero
um
14:29
2
Kommentare
Labels: Glücksgefühle, Literatur, Zitate
Freitag, 2. November 2007
Leute gibt's...
Jeroen Brouwers zum Beispiel!
Der sollte dieses Jahr von der Niederländischen Sprachvereinigung (Nederlandse Taalunie) den "Prijs der Nederlandse Letteren", den wohl wichtigsten niederländischen Literaturpreis, bekommen, der mit 16.000 Euro dotiert ist und nur alle 3 Jahre vergeben wird. Er lehnte ihn aber ab. Grund: Der Betrag war ihm zu niedrig.
Andere niederländische Literaturpreise sind nämlich mit wesentlich mehr Geld verbunden: So bekommt der Gewinner der Goldenen Eule (Gouden Uil) 25.000 Euro, der Gewinner des AKO Literatuurprijs und auch der des Libris Prijs 50.000 Euro, und der Gewinner des P.C. Hooftprijs sogar 60.000 Euro.
Eingestellt von
Vero
um
21:43
0
Kommentare
Labels: Literatur, Niederlande
