Da wäre zunächst einmal die Farbe der Kleidung. Schwarz ist klassisch, aber inakzeptabel. Ich bin kein Schwarzseher, und deshalb will ich auf meiner Beerdigung auch keine schwarz gekleideten Menschen haben. Ich schlage stattdessen lila vor. Vielleicht etwas viel verlangt, vor allem von den Männern, aber ich würde auch schwarze Anzüge mit lila Hemden akzeptieren. Oder zumindest ein lilafarbenes Einstecktuch. Hauptsache irgendein Farbtupfer. Lila hätte den Vorteil, dass es ein schöner Kontrast zu meiner Lieblingsfarbe gelb wäre, und gelb wären alle Blumen. Natürlich nicht irgendwelche Blumen - nein - es müssten schon meine Lieblingsblumen sein. Gelbe Gerberas sollen meinen Sarg zieren. Womit wir schon beim nächsten Punkt wären. Ich möchte nicht verbrannt werden. Irgendwie fühle ich mich beim Gedanken daran nicht wohl. Lieber von Würmern zerfressen lassen - dann hat der Tod wenigstens noch einen kleinen Nutzen, nämlich den, eine Wurmfamilie satt zu machen. Ja, das würde mir gefallen. Und dann die Musik. Die Musik ist das Allerschwierigste! Wählt man etwas Fröhliches, Positives, hat man nichts gekonnt, weil in solchen Momenten keiner fröhlich ist und der Sinn des Liedes nicht zu den Leuten durchdringt. Wählt man etwas Schauriges, Trauriges, deprimiert man die Leute nur umso mehr. Gar keine Musik ist gar keine Option. Was also dann? Ein Instrumentalstück? Aber welches? Oder mein Lieblingslied? Aber ich habe so verdammt viele. Und wer weiß, ob die ältere Generation bei meinem Musikgeschmack nicht Gefahr laufen würde, einen Hörsturz zu erleiden. Vielleicht doch lieber einen Klassiker wie Sinatras "My Way"? Nein! Klassisch ist was für Hochzeiten. Beerdigungen sollten individuell sein. Ich hab's! Eine Live-Band muss her - oder auch ein Solomusiker. Und weil ich Überraschungen über alles liebe, werde ich keinen konkreten Song vorschlagen, sondern die Playlist auswürfeln lassen. Zur Auswahl stehen dann meine 20 meistgehörten Lieder bei Lastfm, und der Magic-Würfel entscheidet, welche davon gespielt werden. Wie viele und in welcher Form - d.h. ob rein instrumental, von einer Band, einem Sänger oder auch nur von CD gespielt, das sei meinen Hinterbliebenen überlassen. Denkt euch was aus! Und bitte, bitte, bitte nehmt ein Foto, auf dem ich lächle! Am besten eins in irgendeinem blöden Kostüm mit ganz vielen anderen Leuten um mich herum... denn wenn schon alleine sterben, dann wenigstens nicht einsam.
Mittwoch, 6. April 2011
Requiem
Da wäre zunächst einmal die Farbe der Kleidung. Schwarz ist klassisch, aber inakzeptabel. Ich bin kein Schwarzseher, und deshalb will ich auf meiner Beerdigung auch keine schwarz gekleideten Menschen haben. Ich schlage stattdessen lila vor. Vielleicht etwas viel verlangt, vor allem von den Männern, aber ich würde auch schwarze Anzüge mit lila Hemden akzeptieren. Oder zumindest ein lilafarbenes Einstecktuch. Hauptsache irgendein Farbtupfer. Lila hätte den Vorteil, dass es ein schöner Kontrast zu meiner Lieblingsfarbe gelb wäre, und gelb wären alle Blumen. Natürlich nicht irgendwelche Blumen - nein - es müssten schon meine Lieblingsblumen sein. Gelbe Gerberas sollen meinen Sarg zieren. Womit wir schon beim nächsten Punkt wären. Ich möchte nicht verbrannt werden. Irgendwie fühle ich mich beim Gedanken daran nicht wohl. Lieber von Würmern zerfressen lassen - dann hat der Tod wenigstens noch einen kleinen Nutzen, nämlich den, eine Wurmfamilie satt zu machen. Ja, das würde mir gefallen. Und dann die Musik. Die Musik ist das Allerschwierigste! Wählt man etwas Fröhliches, Positives, hat man nichts gekonnt, weil in solchen Momenten keiner fröhlich ist und der Sinn des Liedes nicht zu den Leuten durchdringt. Wählt man etwas Schauriges, Trauriges, deprimiert man die Leute nur umso mehr. Gar keine Musik ist gar keine Option. Was also dann? Ein Instrumentalstück? Aber welches? Oder mein Lieblingslied? Aber ich habe so verdammt viele. Und wer weiß, ob die ältere Generation bei meinem Musikgeschmack nicht Gefahr laufen würde, einen Hörsturz zu erleiden. Vielleicht doch lieber einen Klassiker wie Sinatras "My Way"? Nein! Klassisch ist was für Hochzeiten. Beerdigungen sollten individuell sein. Ich hab's! Eine Live-Band muss her - oder auch ein Solomusiker. Und weil ich Überraschungen über alles liebe, werde ich keinen konkreten Song vorschlagen, sondern die Playlist auswürfeln lassen. Zur Auswahl stehen dann meine 20 meistgehörten Lieder bei Lastfm, und der Magic-Würfel entscheidet, welche davon gespielt werden. Wie viele und in welcher Form - d.h. ob rein instrumental, von einer Band, einem Sänger oder auch nur von CD gespielt, das sei meinen Hinterbliebenen überlassen. Denkt euch was aus! Und bitte, bitte, bitte nehmt ein Foto, auf dem ich lächle! Am besten eins in irgendeinem blöden Kostüm mit ganz vielen anderen Leuten um mich herum... denn wenn schon alleine sterben, dann wenigstens nicht einsam.
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Vero
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Labels: Familie, Fotos, Freunde, Groteske Gedankengänge, Musik, Wünsche
Montag, 28. März 2011
Kultursüchtig?!
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Vero
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23:54
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Labels: Freizeit, Gehirn, Generelles Gejammer, Glücksgefühle, Literatur, Musik
Sonntag, 20. März 2011
Wie wertvoll ist ein wohlgeformtes Wort?
Oder sollte ich besser fragen: Wie wirtschaftlich? Denn dass ein korrekt geschriebenes Wort oder gar ein ganzer in gutem Deutsch geschriebener Satz so viel schöner, sinnvoller und vor allem verständlicher ist als solche, die vor Fehlern nur so wimmeln, sollte doch eigentlich jedem halbwegs intelligenten Menschen klar sein, oder? Wer fehlerhafte Texte schreibt und sich dann auch noch die Blöße gibt, sie unkorrigiert zu veröffentlichen, hinterlässt bei seiner Leserschaft nicht nur (teilweises) Unverständnis, sondern auch Wut, das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, nicht wichtig zu sein. Ein schlecht geschriebener Text beleidigt nicht nur dessen Inhalt, sondern vor allem dessen Leser.
Ich würde mich nicht als jemanden bezeichnen, der schnell eingeschnappt oder generell nachtragend ist, aber in letzter Zeit fühle auch ich mich häufig beleidigt. Das fängt an, wenn ich die Speisekarte im Café um die Ecke lese und mich zwischen Latte Macciato, Ruccola-Salat mit Creme freche und Cornet Beff entscheiden muss. Früher wurden Speisekarten noch von einem Schriftsetzer bearbeitet, der über eine fachmännische Ausbildung verfügte, die auch die korrekte Beherrschung der deutschen Rechtschreibung und Grammatik beinhaltete. Heute kann nicht nur jeder Wirt werden, es kann auch jeder Speisekarten schreiben und drucken. Das allein wäre ja nicht schlimm - wenn jene Wirte in der Lage wären, den Duden zu benutzen. Wozu werden Fremdwörter wie Latte Macchiato, Rucola, Crème fraîche oder Corned Beef überhaupt in den Duden übernommen, wenn sich eh niemand dafür interessiert, wie sie richtig geschrieben (geschweige denn ausgesprochen) werden? Ich für meinen Teil bin jedenfalls zum ersten Mal an diesem Tag beleidigt. Die zweite Beleidigung folgt auf dem Fuße - in der U-Bahn wird für allerlei Dinge geworben, in den U-Bahn-Stationen selbst auf großen Plakaten, und überall lauern Rechtschreibfehler, Kommafehler, Tippfehler. Es scheint, als verfolgten sie mich den ganzen Tag, wohin ich auch gehe und was ich auch lese - sei es in der Zeitung, in E-Mails von Vorgesetzten, selbst in deren Signaturen, in Arbeitsverträgen, Romanen, Museen, Untertiteln von Filmen, auf Amtsvordrucken und in Webforen sowieso. Sie sind hässlich, und sie beleidigen mich.
Am beleidigendsten sind jedoch fehlerhafte Texte sogenannter Texter, d.h. Menschen, deren Beruf es ist, Texte zu schreiben. Wie kann man sich Texter nennen, wenn man nicht weiß, dass es "mit einem wohlgeformten Wort" und nicht "mit einem wohlgeformtem Wort" heißt? Wie kann man sich Texter nennen, wenn man zu stolz oder faul oder was-weiß-ich-nicht ist, um seine eigenen Texte Korrektur lesen zu lassen - und zwar von jemandem, der den Titel "Texter" verdient hat? Warum muss ich mich regelmäßig vor irgendwelchen Möchtgern-Textern, die meine Texte Korrektur lesen, dafür rechtfertigen, dass ich ein Komma richtig setze, nur weil die der Meinung sind, da gehört keins hin? Wozu gibt es verdammt noch mal den Duden und die Deutsche Grammatik? Warum wird die Word Rechtschreibhilfe konsequent ignoriert? Warum muss man keine Rechtschreibprüfung ablegen, bevor man Germanistik studiert oder sich Texter nennen darf? Warum will niemand mehr in diesem Land Geld für gutes Deutsch und gute Korrektoren ausgeben? Warum gibt es keine Rechtschreibpolizei, die Bußgeldbescheide für fehlerhafte Rechtschreibung verteilt? Die Staatskasse wäre im Nu gefüllt und ich endlich nicht mehr beleidigt.
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Vero
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18:41
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Labels: Deutsch, Deutschland, Generelles Gejammer, Internet, Literatur, Niederlande, Volksverdummung, Wünsche
Donnerstag, 10. März 2011
Mensch vs. Maschine im 21. Jahrhundert
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Vero
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Labels: Erheiternde Erlebnisse, Internet, PC
Freitag, 4. Februar 2011
Ewigkeit, Möglichkeiten und Sackgassen
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Vero
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Labels: Groteske Gedankengänge
Sonntag, 16. Januar 2011
Jahresmotto
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Vero
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Labels: Erheiternde Erlebnisse, Freizeit, Freunde, Glücksgefühle, Musik, Party
Sonntag, 2. Januar 2011
Statt eines Neujahrsposts...
...gibt es diesmal nur ein Foto, das - denke ich - ganz gut zusammenfasst, was ich mir für 2011 wünsche:
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Vero
um
20:57
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